Akute Belastungsstörung/Posttraumatische Belastungsstörung/Anpassungsstörungen


Bei aussergewöhnlichen körperlichen oder seelischen Belastungen kann bei ansonsten gesunden Menschen eine Situation auftreten, die man als Nervenzusammenbruch (akute Belastungsstörung) bezeichnen kann. Typische Auslöser können Unfälle, Naturkatastrophen, Verbrechen oder auch eine ungewöhnlich plötzliche und bedrohliche Veränderung des psychosozialen Umfeldes durch Verluste sein.

Die Posttraumatische Belastungsstörung ist eine verzögerte Reaktion auf ein belastendes Ereignis, das bei fast jedem Menschen eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde (z. B. Kriege, Katastrophen, Zeuge von gewaltsamen Tod usw.). Die aufdrängende Erinnerung daran, die Träume, Teilnahmslosigkeit, Gleichgültigkeit, Verlust der Lebensfreude, vegetative Überregtheit, Schreckhaftigkeit, häufige Suizidgedanken sind nur einige Symptome von Posttraumatischen Belastungsstörungen.

Es ist ausgesprochen wichtig, daß sich diese Erscheinungsform nicht chronifiziert, da es ansonsten zu einer andauernden Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung kommen kann.
Bei den Anpassungsstörungen kommt der Mensch aus dem „Gestörtsein“ nicht mehr heraus, so zum Beispiel nach einer entscheidenden Lebensveränderung, nach einem belastenden Lebensereignis oder auch nach einer schweren körperlichen Krankheit. Selbstwertkrisen sowie tiefgreifende Kränkungen bestimmen den Alltag dieser Menschen.

Diese Art von Störung kann von 1 Monat bis zu 2 Jahren auftreten. Häufig ist sie auch mit dem Vorhandensein von Angst und depressiven Symptomen gemischt.