Verluste (Trauer, Trennung)


Normalerweise schafft es der Mensch nach einem Trauerfall (z. B. Familie, Kinder, enge Freunde) seine psychosozialen Kontakte wieder aufzugreifen. Das intra-psychische System orientiert sich neu, Kräfte werden gesammelt.

Es gibt jedoch auch ausreichend Fälle, in denen der trauernde Mensch den Weg nicht wieder richtig „zurückfindet“ und erhebliche Anpassungsschwierigkeiten in seinem Alltag erlebt. Dies kann durchaus depressive Reaktionen zur Folge haben sowie je nach Persönlichkeitsstruktur sich chronifizieren und in einer Depression münden.

Das Wahrhaben des Verlustes und der Trauer, das Akzeptieren des Verlassenseins kann zur Bewältigung der Situation und damit zu einer Neuorientierung führen. Durch die Trauerarbeit kann der Patient sich wieder „frei“ in seinem „Ich“ bewegen und sich aktiv in sein Leben einbringen.

Die Trauer ist auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod.